Das legendäre Live-Aid-Konzert und Band für Afrika


Nachdem ihre Karriere 1983 in den USA, 1984 in Großbritannien gestartet war, erobert Madonna nun auch deutsches Hit-Terrain. Auf BRAVO-Ausgabe 20 ziert sie erstmalig das Titelblatt und ab Ausgabe 47 kommt sie den Lesern als Starschnitt ins Haus. Bürgerlich heißt sie Madonna Louise Vernon Ciccone; den Vornamen Madonna hat sie von ihrer Mutter. Zum Zeitpunkt ihres deutschen Chart-Einstiegs ist sie 24 Jahre alt. „Like A Virgin“ ist Madonnas vierte Single; es wird ihre erste Nummer Eins in den amerikanischen Billboard-Charts. In Deutschland schafft die Sängerin die Spitzenposition erst 1987 mit „La Isla Bonita“, obwohl sie mit einer Flut von Songs in den Hitlisten vertreten ist. Die BRAVO-Leser trösten sie mit dem goldenen OTTO für die beliebteste weibliche Sängerin.

So zart wie eine Blume ist Madonna noch am Anfang ihrer Riesenkarriere

Der Gold-OTTO für den beliebtesten Sänger geht 1985, ebenso wie im darauf folgenden Jahr, an Falco. Mit „Rock Me Amadeus“ landet er einen internationalen Knüller. 1986 schafft Falco es damit u.a. in England und den USA bis auf Platz Eins. Er ist 1985 aber nicht der einzige Österreicher, der aufhorchen lässt: Opus nennt sich die bereits 1973 gegründete Formation um Sänger Herwig Rüdisser aus dem Burgenlande, deren Hit „Live is Life“ zur Grölnummer der Saison wird.

„Live is Life, Na Na Naa Nana“ das ganze Land hat 1985 einen Ohrwurm von Opus

Dreimal und insgesamt elf Wochen ganz oben in den deutschen Verkaufscharts findet sich das Duo Modern Talking. „You’re My Heart, You’re My Soul“ heißt ihr erster Hit, der sich 500.000-mal verkauft. Auch wenn sich der Song kaum von den musikalischen Einfällen unterscheidet, die Bohlen/Anders anschließend abliefern, erreichen sie in über 40 Ländern die Spitzenposition – und zumindest Dieter Bolen machen die Kompositionen zu einem der reichsten Menschen der Musikbranche.

So nah wie auf diesem Poster waren sich Dieter und Thomas schon lange nicht mehr

Am 13. Juli findet zeitgleich im Londoner Wembley-Stadion und im John F. Kennedy-Stadion von Philadelphia das Live-Aid-Konzert statt. Live dabei sind 160.000 Rockfans; weltweit an den Fernsehschirmen kommen geschätzt 1,5 Milliarden hinzu. Sie sehen über 50 Top-Acts der internationalen Musikszene, die für einen guten Zweck zusammengekommen sind. Für eine Sensation sorgt Phil Collins, der zunächst in Wembley auftritt, dann mit der Concorde in die Staaten jettet, um dort noch einmal aufzutreten. Insgesamt fließen 200 Millionen DM Reinerlös an die hungernden Menschen in Äthiopien und im Sudan. Organisator des Riesenspektakels ist Bob Geldof, musikalischer Kopf der Boomtown Rats, den Queen Elisabeth II. Jahre später zum Ritter schlägt.

Auch in Deutschland hat man Sinn für den guten Zweck: Nach dem Vorbild ihrer englischen und amerikanischen Kollegen schließt sich die deutsche Sangeselite zur Band für Afrika zusammen. Die Charity-Gruppe, der unter anderem Herbert Grönemeyer, Nena, Peter Maffay, Marius Müller-Westernhagen, Juliane Werding, Gitte Haenning und Wolfgang Niedecken angehören, veröffentlicht den Song „Nackt im Wind“.

Jeder hat noch das großartige Live-Aid-Konzert im Kopf, aber erinnern Sie sich auch noch an die „Band für Afrika“?

Ein ganz besonderes Weihnachtsgeschenk hält die ARD für den Gebühren zahlenden Fernsehzuschauer gegen Ende des Jahres bereit: Am Sonntag, den 8. Dezember, läuft die erste Folge der neuen Familienserie „Lindenstraße“, die auf 52 Folgen angelegt ist. Der sensationelle Erfolg hat die Macher zunächst zu einer Fortsetzung bewogen – der Rest ist Geschichte.

In der gleichen Woche gibt Ingolf Lück die Moderation der erfolgreichen Musiksendung „Formel Eins“ an Stephanie Tücking ab. Weitere Highlights im deutschen Fernsehen: „Die Schwarzwaldklinik“ und „Känguru“ mit Hape Kerkeling.


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