Ich werde nie so sein wie Maria Magdalena


Das Jahr 1986 bringt den großen Durchbruch für die norwegische Gruppe a-ha, bestehend aus Morten Harket, Magne „Mags“ Furuholmen und Pal Waaktar. Auf den seltsamen Namen der Gruppe kam Mags Furuholmen, der zu Recht der Ansicht war, dass dieser Name in vielen Sprachen ein Aha-Erlebnis auslösen würde.

Vor allem Frontmann Morten Harket avanciert in den folgenden jahren zum absoluten Liebling der Jugend

Im Gegensatz zu a-ha hat Samantha Fox musikalisch nicht allzuviel zu bieten. Dafür bringt sie auf andere Art und Weise das männliche Blut zum Wallen. 92-59-84 sind die Maße des 20-jährigen Pin-Up-Girls aus London. Dennoch – oder vielleicht auch deswegen – wird gleich ihr erster Hit „Touch Me (I Want Your Body)“ ein Riesenerfolg. Ihre Ankündigung, englischen Zeitungen nicht mehr als Oben-ohne-Modell zur Verfügung zu stehen, löst bei den Lesern des Boulevard-Blattes „Sun“ eine riesige Protestwelle aus.

Ein Fräuleinwunder musikalischer Art kommt aus Deutschland: Sandra Lauer, kurz Sandra, hat bereits Gesangserfahrung bei der Mädchengruppe Arabesque sammeln können, als sie den Musiker und Produzenten Michael Cretu kennen und lieben lernt. Der schreibt ihr den Hit „Maria Magdalena“ auf den Leib. Bei den BRAVO-Lesern ersingt Sandra neun OTTOs (5x Gold, 2x Silber, 2x Bronze).

Die hübsche Sandra ist das Pop-Phänomen ab der zweiten Hälfte der 80er

Boy George, Enfant terrible der britischen Musikszene und ehemals Culture Club-Sänger, unterzieht sich einem Drogenentzug, um von seiner schweren Heroinabhängigkeit loszukommen. Seine Wunderheilerin ist Dr. Margret Patterson, 63, in Insiderkreisen auch „Dr. Meg“ genannt. Ihre Methode: Der Patient trägt wochenlang ein Gerät von der Größe eines Walkman an seinem Gürtel, das über zwei Drähte elektrische Impulse über das Ohr ans Gehirn sendet. Dieses soll so stimuliert werden, bestimmte chemische Substanzen zu produzieren, die die Entzugsschmerzen lindern sollen. Ob das wohl hilft? Nun, erkundigen Sie sich z.B. mal bei Pete Townsend, Eric Clapton oder Keith Richards! Die jedenfalls haben es mithilfe von „Dr. Meg“ und dieser eigenwilligen, aber offensichtlich recht effektiven Methode geschafft!

Mit Hilfe von Dr. Meg schafft er glücklicherweise Abstand von Drogen zu nehmen

Keine Macht den Drogen, nach diesem Motto dürfte das junge deutsche Tennisidol Boris Becker wohl eher verfahren. Im Jahr eins nach seinem Sensationssieg in Wimbledon holt sich „Bobele“, diesmal als einer der Mitfavoriten gestartet, seinen zweiten All-England-Championship-Titel auf dem grünen Rasen. Seitdem nennt Boris die traditionsreiche Tennisanlage „mein Wohnzimmer“.

Knüller im Kino: „Der Name der Rose“ mit Sean Connery und Christian Slater, „Top Gun“ mit Tom Cruise und Kelly McGillis.

Im Dezember 1986 hat Don Johnson in der Serie „Miami Vice“ die deutschen Fernsehbildschirme erobert. Mit „Heartbeat“ erobert er nun auch die Hitlisten. In Amerika gelangt der Song zwar nur bis auf Rang Fünf. Trotzdem schafft sich Donald Wayne Johnson mit der Musik ein zweites künstlerisches Standbein, auch wenn seine Sangeskünste nicht für eine OTTO-Auszeichnung reichen; bei den TV-Stars jedoch erhält Don Gold. Sein Starschnitt, den BRAVO präsentiert, ist das 100. Schnibbelposter seit das Magazin diese Form des lebensgroßen Plakats 1959 mit Brigitte Bardot ins Leben gerufen hatte.


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