Ella, die hat’s!


Erfolgreichste Interpreten des Jahres sind mit zwei Nummer eins-Hits die Pet-Shop Boys, Neil Tennant und Chris Lowe. „Always On My Mind“, eine alte Elvis-Presley-Nummer, und „Heart“ stehen zehn Wochen an der Sptze der wöchentlichen Verkaufs-Hitliste.

Bis heute zählen sie zu den erfolgreichsten britischen Pop-Duos, die Jungs aus dem Tierladen

Über vier Wochen an der Spitze der meistverkauften Singles freut sich ein alter Hase des Showbizz: Mit 17 hatte die Französin France (eigentlich Isabelle) Gall 1965 den Grand Prix d’Eurovision de la Chanson gewonnen – mit „Poupée de cire, poupée de son“. In den darauf folgenden Jahren ist sie unter anderem mit deutschsprachigen Liedern sehr erfolgreich, wenn sie auch die Texte laut eigener Aussage nie so recht versteht. Dennoch zieht sie sich in den Siebzigern aus dem Popgeschäft zurück. Jetzt, 1988, inzwischen verheiratet und Mutter zweier Kinder, ist sie plötzlich wieder da. Ihr Mann, Michel Berger, schreibt für sie die Homage an Ella Fitzgerald, „Ella elle l’a“ (zu Deutsch etwa:“Ella, die hat’s!“) und beschert France Gall damit einen Riesenhit in Deutschland.

1988 liefert France Gall nochmal einen absoluten Top-Hit ab

Immerhin drei Wochen auf Platz eins kann ich eine koreanische Gruppe behaupten. Koreana bringt anlässlich der Olympischen Sommerspiele in Seoul die Hymne „Hand in Hand“ auf den Markt. Weniger einträchtig, dafür umso spektakulärer verläuft das Finale im 100-Meter-Lauf, das der Kanadier Ben Johnson in der Weltrekordzeit von 9,79 Sekunden gewinnt. Später wird der Sprinter des Dopings überführt, Carl Lewis nachträglich zum Olympiasieger erklärt. Weitere sportliche Höchstleistungen des Jahres: Steffi Graf, Nummer eins der Tennisweltrangliste, gewinnt alle vier Grand-Slam-Turniere und olympisches Gold im Einzel. Das deutsche Tennisteam holt den Davis-Cup und Kati Witt in Calgary ihr zweites olymisches Gold.

Dass er nicht ganz unsportlich ist, beweist auch der Sänger des absoluten Top-Hits des Jahres: Schauspieler Patrick Swayze mit „She’s Like The Wind“. Die Nummer hatte er bereits einige Jahre zuvor selbst geschrieben und auf Partys zum Besten gegeben. Als Swayze die Rolle des Johnny Castle in dem Tanzfilm „Dirty Dancing“ erhielt, schlug er den Song für den Soundtrack vor. Der Film wurde ein Hit, der Song ebenfalls und in Tanzschulen landauf, landab, brach das „Mambo-„Fieber aus. Sowohl Patrick als auch seine Film-Partnerin Jennifer Grey erhalten von den BRAVO-Lesern den Goldenen Film-OTTO. Siebenmal findet sich Swayze 1988 auf dem BRAVO-Cover wieder. Dazu gibt es etliche Poster, Stories, eine Autogrammkarte und als besondere Ehre einen 13-teiligen Starschnitt.

Nicht nur schauspielern und tanzen kann er. Patrick Swayze singt auch sehr gut – ein echtes Multi-Talent!

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